Mitglieder*Innen

Johannah Bianchi

Heyho, ich heiße Johanna und bin im Schuljahr 2018 in den Verein Methodos beigetreten. Davor war ich auf der Waldorfschule Emmendingen, wo ich meine mittlerer Reife abschloss.
Nachdem ich für ein Jahr bei Methodos war, wechselte ich den Verein, da Abinom eine geringe Mitgliederanzahl hatte und der Verein sonst hätte stillgelegt werden müssen.
Ich habe mich dazu entschlossen mein Abitur selbst in die Hand zu nehmen, da ich mich auf einer Schule immer den Lehrern verpflichtet gefühlt habe – obwohl einem immer vergewissert wird, dass man die Schule ja für sich selbst abschließt.
Ich realisierte, dass ich nicht für mich selbst lernte, weshalb es mir auch keinen Spaß machte. Ich konnte mich nur motivieren, wenn ich wusste, dass es für mich selbst ist, also wenn es mich interessierte. Darum wollte ich mich selbstständig auf die Abiturprüfungen vorbereiten und mehr Wissen für mein leben sammeln als nur für die Prüfungen.
Z.B. Selbstdisziplin, Selbstverantwortung, Selbstorganisation und nicht zu vergessen, wie ein Verein geführt wird, mit Spendenanfragen (was ich mir davor niemals hätte zutrauen können) und so weiter.
Aber auch die Gruppe gibt mir sehr viel mit, wofür ich wirklich dankbar bin.
Und auch wenn es in der Schule einige Fächer gab, die ich absolut nicht leiden konnte, lernte ich sie hier entweder einfach zu respektieren oder sie wirklich von Herzen zu mögen.
Auf meiner Grundschule, wie auch der Waldorfschule hatte ich oft ein Problem mit Lehrern umzugehen wenn sie mir unfair oder respektlos begegneten.
Hier war das keine Frage mehr, da sich Lehrer und Schüler auf Augenhöhe begegnen.
Im ersten Lehrjahr hatte ich die Schwierigkeit mich einfach mal hinzusetzen und die Regelmäßigkeit einzuhalten. Doch sobald es wirklich Spaß macht oder es tatsächlich ernst wird, war auch das kein Problem mehr. Und wenn die Motivation total im Eimer war, hatte ich immer Menschen um mich herum die mich durch ihren „Motivationsstrom“ mitreißen konnten.

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich diesem Verein beitreten konnte und sehr Dankbar für die intensive Zeit, die ich in meinem gesamten Leben als „die Beste Schulzeit“ deklarieren kann.

Amanda Röling 

Mein Name ist Amanda. Ich war eigentlich schon immer auf alternativen Schulen.

Ich bin kurze Zeit auf einer staatlichen Grundschule gewesen, auf der ich nicht wirklich klar kam. Danach  wechselte ich dann auf die Freie Schule Dreisamtal. Dort habe ich meinen Werkrealschulabschluss absolviert. Danach habe ich eine Ausbildung angefangen, die nach einem halbe Jahr abgebrochen habe. Darauf hin habe ich kurzfristig bei Abinom angefragt, ob sie noch Plätze für das kommende Schuljahr haben. Ich kannte den Verein über Freunde, die den Verein wenige Jahre davor gegründet haben. Es waren noch Plätze frei. Ich wurde aufgenommen.

Mein erstes Jahr habe ich damit verbracht, in den Unterricht zu gehen und mir alles einmal anzuschauen. Ich habe dann angefangen, mich mit manchen Dingen mehr auseinanderzusetzen und mich in die Themen einzuarbeiten. Was mir besonders gefallen hat, war das Gruppengefühl: von Anfang an es war wie eine kleine Familie, mit denen man seinen Schultag gestaltet. Mittlerweile bin ich in meinem dritten Jahr bei Abinom und mache dieses Jahr (2020) meine Prüfung.

Ich finde es sehr interessant, wie man im Verein im Verlaufe der Zeit an seinen Aufgaben wächst. Von Vereinsarbeit, Mails schreiben, Rechnungen schreiben, im Vorstand sein, Dokumente für Ämter fertigstellen… ect.

Anfangs hatte ich bisschen Hemmung, weil ich es mir nicht so zugetraut habe. Aber um so mehr man die ganzen organisatorischen Sachen mitbekommt, traut man sich auch immer mehr zu.  Aber das Gute ist, dass man das Ganze nicht alleine macht. Man hat immer Leute, die einen unterstützen. Es gibt jedem eine gewisse Grundverantwortung, im Verein mitzuwirken, damit auch alles funktioniert. Es ist dennoch eine anstrengende Rolle,  Schüler*in und „Schulleitung“ in einem zu sein, sich zu motivieren und die ganzen rechtlichen/organisatorischen Dinge im Auge zu behalten.

Die Zusammenarbeit mit unseren Lehrer*innen ist eines der Dinge, die ich sehr schätze, da es nicht wie an der Schule die Hierarchie der Lehrer*innen und Schüler*innen gibt, sondern die Schüler*innen und die Lehrer*innen  begegnen sich auf Augenhöhe.

Was auch immer und wieder eine Herausforderung ist, ist sich gut zu strukturieren und in einen funktionierenden Lernalltag rein zu kommen. Gerade in der Prüfungszeit kann das schon sehr hart sein, da man eben keine Noten hat, um sich einzuschätzen, aber da hat man immer die Möglichkeit sich den Rat von unseren Lehrer*innen zu holen oder man fragt andere aus der Gruppe z.B. seine Texte korrigieren zu lassen. Da sieht man doch hin und wieder, die Vor- und Nachteile von Noten. Dennoch bin ich sehr froh, dass ich keine habe. In dem Jahr, wo man sich entscheidet die Prüfung anzutreten, wird es doch auch sehr stressig. Wir  sind sehr damit beschäftigt zu lernen. Viele gehen zusammen in die Universitätsbibliothek und lernen dort nach dem Unterricht oder noch vor dem Unterricht

Dennoch ist diese Wahl zur Vorbereitung der Prüfung nicht unbedingt die leichteste. Aber diese Herausforderungen anzunehmen und zu schauen, wie man selbständig das schafft ist besser für mich als auf eine stattliche Schule zu gehen. Man lernt ganz andere Dinge, die wie ich glaube, für das weitere Leben wichtig sind.

Timon Hosch

2017 bis voraussichtlich 2019 bei Abinom, dann Abitur-Prüfung.
Durch eine Freundin lernte ich Abinom kennen und habe mich, da mir mir das Konzept sehr gefiel, kurz nach meiner 3-tägigen Hospitation beworben.
Was ausschlaggebend war und mich überzeugte diese Entscheidung zu treffen, sind unter anderem folgende Aspekte, die Grundlagen, auf denen die Idee aufbaut:
Es wird bei regelmäßigen Treffen alles Aktuelle besprochen und der Raum für Ideen und Diskussionen geboten, gefolgt von einer Abstimmung. Diese Kommunikationsplattform sowie die begrenzte Zahl an Teilnehmenden in der Gruppe dient dem gesunden Verständnis untereinander, dem Erreichen von Zielen und erzeugt eine offene Atmosphäre. Man lernt sich besser kennen und es besteht ein vertrautes Umfeld.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass jeder der sich aus eigener Motivation auf das Abitur vorbereiten will, hier eine gute Alternative zum gängigen Schulsystem findet.
Abseits von Abinom arbeite ich Samstags auf einem Recyclinghof in Haslach und bin dabei meinen Führerschein zu machen.
Außerdem zeichne ich auf Papier und male auf Leinwand, mache Musik mit herkömmlichen sowie elektronischen Instrumenten und verfolge körperliche Aktivitäten, darunter Fitness, Skaten, Mountainbiking, Fußball etc.

Nach Abinom will ich reisen, eventuell im Ausland arbeiten, unterschiedliche Menschen und Kulturen kennenlernen, generell Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, die mir bei allen weiteren Entscheidungen helfen.

 

Hannah Gruner

Jasper Pabst

Hannah Goldschmidt

Greta Gisinger

Julian Hoffmann

Maryam Güngör